27. März 2012

Finger weg von meinem Baby !!!

Neulich stand ich mit Vérène, meiner Großen, und mit dem schlafenden Marlenchen auf dem Arm, draußen auf dem Fußweg. 
Wir unterhielten uns, alberten herum und knipsten ein paar Bilder.
Ich wollte grade einhändig etwas aus meiner Tasche fischen, da hörte ich hinter mir plötzlich ein: " Och wie klein ist das denn? "
Bevor ich mich umdrehen konnte um zu schauen wer da spricht, fummelte schon jemand ungefragt am Kopf meiner kleinen Tochter herum. (Ich vermute mal, sie wollte die Mütze anheben um das Gesicht besser zu sehen.)
Wie gesagt, diese Person stand hinter mir, ich konnte weder sie sehen, noch das was sie da an meinem Baby macht. Ich spürte nur,  dass sie sich plötzlich an Marlene zu schaffen machte. Ich nahm direkt das Kind hoch und legte es demonstrativ über die andere Schulter, drehte mich zu der Person um, es war eine Frau, und warf ihr zunächst einen bösen Blick zu. (Wenn ich richtig wütend bin, weiß ich oft leider nicht sofort was ich sagen soll...) Doch bevor ich überhaupt etwas sagen konnte, ging sie schon an uns vorbei und verschwand.

Ich kann ja wirlich verstehen, dass die Leute ganz hingerissen von kleinen Babys sind. Aber ist es denn zu viel verlangt, vorher Kontakt mit der Mutter aufzunehmen und zu fragen, ob es überhaupt erlaubt ist, das Baby anzufassen???
Ich meine, das mache ich doch selbst bei Hunden so !!!
Ich tatsche doch nicht einfach ungefragt alles an was ich niedlich finde!

Eines weiß ich mit Sicherheit - nochmal passiert mir das nicht.
Beim nächsten Mal knurre ich direkt: "Finger weg von meinem Baby!"

26. März 2012

Bunter BilderBericht # 5

Es ist mal wieder Montag.Eigentlich kein Grund zur Freude...
Aber fällt euch auch auf, dass die Menschen derzeit so gut gelaunt sind?
Also mir sind auf dem Flohmarkt gestern NUR gut gelaunte 
Leute über den Weg gelaufen.
Das schöne Frühlingswetter zeigt seine Wirkung!
 

Gestern war ein absolut perfekter Tag zum Bummeln über den Trödelmarkt.
Ich fand unglaublich viele Babysachen
und führte ein tolles Gespräch mit einer schwangeren Verkäuferin.
Danach fand ich noch diese 3 herrlichen Vasen (linkes Bild) für meine Minisammlung(rechtes Bild).
Alle zusammen für nur 6 Euro!
Sonst ist das doch mindestens der Preis für eine.
Wieder zu Hause, bastelten wir ratz fatz eine Wimpelkette für`s Kinderzimmer.
Nichts besonderes. Nicht genäht, nicht bestickt.
Einfach aus buntem Papier und etwas Kleber. Mehr nicht.
Sieht doch trotzdem gut aus,oder??
Dann wurden noch die gesammelten Steine geschrubbt.
Warum ich Steine sammel und schrubbe? 
Das werdet ihr noch früh genug erfahren;o) 
 
Und endlich haben wir es geschafft den Holzboden auf dem Balkon zu verlegen.
Blumentöpfe mussten vom Winterdreck befreit werden,
einige Pflanzen fanden wieder den Weg nach draußen. 
(Hoffe es kommt kein Frost mehr...)
Während wir draußen so fleißig am schufften waren, lag unsere Frida
ganz entspannt auf dem Stuhl und tat das einzig Wahre* ENTSPANNEN*
Die hohe Kunst der Katzen*G*
Ich wünsche all meinen Blogbesuchern einen schönen Wochenstart !!!
Eure Line

24. März 2012

Teil 5: Welches Kind passt am besten zu unserer Familie?


Gar nicht so einfach, diese Frage. 
Passt eher ein Mädchen zu uns in die Familie oder doch ein Junge? 
Welches Alter? Es muss mindestens zwei Jahre jünger als unsere leibliche Tochter sein. 
Älter darf es nicht sein, das ist bei uns eine Vorgabe des Jugendamtes. 
Es hat mit den Rivalitäten unter den Kindern zu tun.
Jedes Alter bringt seine speziellen Eigenheiten mit sich… 
ältere Kinder, so ist leider die Realität, werden nicht so häufig vermittelt wie jüngere. 
Viele Familien trauen sich die Aufnahme eines älteren Kindes nicht zu, 
weil es ja bereits sehr viel und sehr bewusst erlebt haben kann. 
Seine Geschichte wurde bereits Geschrieben. Eine Integration in die Familie 
kann sich dadurch natürlich schwieriger gestalten. 
Ein zweijähriges Kind geht völlig anders mit der Situation in der „neuen“ Familie
um, als z.B. ein achtjähriges Kind.
Welche Nationalität darf das Kind haben? 
Eine wichtige Frage, mit der man sich etwas intensiver befassen muss. 
Uns war die Nationalität zu Beginn nämlich total egal. Aber genauer betrachtet 
kann man dies gar nicht so vorschnell und einfach beantworten. 
Könnte ich denn ein Mädchen im Sinne des Islams erziehen? 
Könnte ich die Werte dieser Religion im Sinne der leiblichen Eltern vermitteln? 
Angefangen von der Ernährung bis hin zu Gebetsritualen, bis hin zum Kopftuch? 
Das ist nur ein Bespiel um die große Verantwortung hinter dieser Frage zu vermitteln. 
Denn nur weil das Kind in einer Pflegefamilie aufwächst, heißt das noch lange nicht, 
dass es auch deren Werte und Vorstellungen teilen muss.

Ja, welches Kind passt denn am besten zu uns?  
Genauer gesagt: "Welchem Kind könnte ich am ehesten gerecht werden?"
Damals war mir das Gewicht dieser Frage gar nicht bewusst. 
Ehrlich gesagt, hatte ich überhaupt nicht so weit gedacht. 
Altersunterschiede, Geschlecht, Nationalität, Glaube… gar nicht so einfach…

Teil 6: →   *klick*

22. März 2012

Bunter BilderBericht # 4

Hallo OWL, wir kommen;o)
Noch schnell die Eichhörnchen mit den letzten Walnüssen füttern,
dann die Tasche packen und auf gehts...


Vom Lieblingsmann nach Detmold kutschieren lassen,
dann gemeinsam durch die kleine Innenstadt bummeln.


Alte,schöne und sehr schiefe Häuser bestaunt.


 Und beim Trödler diese tolle Kanne ergattert ;o) *freu*

Heute geht es bei dem herrlichen Wetter wieder ab vor die Tür.
Das Frühlingswetter entstaubt so richtig das träge Wintergemüt,
gute Laune macht sich breit und breiter ;o)

Liebe Grüße,

Line


20. März 2012

Teil 4: Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt


Ich saß ganz aufgeregt vor dem Telefon und überlegte angestrengt, 
was ich der Person am anderen Ende der Leitung bloß erzählen sollte. 
Ich wusste ja nicht mal ob ich überhaupt die richtige Nummer hatte.
Aber meine Bedenken waren völlig überflüssig. Die Mitarbeiterin des 
Jugendamtes war sehr freundlich und leitete mich weiter zum Pflegekinderdienst,
in meinem Fall zu dem zuständigen Mitarbeiter für die Sonderpflegestellen. 
Wir telefonierten bestimmt 1,5 Stunden miteinander und verabredeten uns 
zum Kennenlernen im Jugendamt. Ich hatte ein sehr gutes Bauchgefühl.

Tage später waren mein Mann und ich vor diesem Termin natürlich sehr nervös.
Was haben die wohl für Erwartungen, was für Fragen? 
Vielleicht finden die Mitarbeiter ja, dass wir als Pflegeeltern gar nicht geeignet sind.
Unseren Erziehungsstil würden wir als "demokratisch-humorvoll-kreativ" beschreiben. 
Und grade ich als gelernte Erziehrin, erziehe gar nicht nach "Lehrbuch", 
sondern nach Gefühl und Situation. 
Vielleicht kommt das beim Jugendamt gar nicht so gut an...
Aber das waren wieder völlig unnötige Gedanken.

Wir tranken gemeinsam Kaffee und unterhielten uns ungefähr 2 Stunden 
völlig entspannt über Gott und die Welt, aber natürlich auch über unsere 
Beweggründe, ein Pflegekind bei uns aufnehmen zu wollen. 
Es herrschte eine angenehme, vertrauensvolle Atmosphäre, 
gar nicht so nüchtern/offiziell, wie man es sich bei Ämtern sonst so vorstellt.
Es folgten in den kommenden Monaten noch viele dieser Treffen in denen wir 
auf unsere zukünftige Aufgabe intensiv vorbereitet wurden.  
(Da ich ja eine pädagogische Ausbildung habe und mit dem Hilfeplanverfahren
vertraut war, gestaltete sich die Vorbereitung anders, als es bei anderen
Pflegeeltern vielleicht der Fall ist.)
Es ging nicht nur darum, was wir selber unter Erziehung verstehen, 
sondern auch darum, wie wir Erziehung selber erlebt haben. 
Wie wir unsere eigene Kindheit empfunden haben...
und was dort vielleicht nicht so lief, wie wir es uns im Nachhinein selber 
gewünscht hätten. 
Wir sprachen über unsere Stärken als Elternpaar und wie wir das zukünftige 
Kind fördern wollen, fördern könnten. Man erklärte uns dabei auch sehr detailliert, 
welche besonderen Bedürfnisse Pflegekinder oftmals haben.
Wie könnten wir zu den leiblichen Eltern stehen? 
Was wäre, wenn das Kind unsere Familie wieder verlassen müsste
oder was wäre, wenn die Chemie zwischen uns und ihm doch nicht stimmt?
Wie gehen wir mit den Vorurteilen unserer Mitmenschen um?

Wir besprachen unglaublich viele Themen,nahmen unseren Termin beim Hausarzt wahr, 
um offiziell bestätigen zu lassen, dass wir physisch und psychisch
in der Lage sind, uns um ein Pflegekind kümmern zu können. 
Außerdem mussten wir auch ein ausführliches, polizeiliches Führungszeugnis 
zum Jugendamt senden lassen und füllten einen umfangreichen Bewerberbogen aus.

Die Vorbereitung tat gut, nahm uns unsere Bedenken und schuf auch Vertrauen
zur Institution Jugendamt. Es ging bei der gesamten Vorbereitung nicht nur darum, 
ob wir einem fremden Kind gerecht werden könnten, es ging auch um uns 
und unser Wohl als bereits bestehende Familie. 
Das wurde immer wieder betont, das gab uns Sicherheit...

Teil 5  *klick*

19. März 2012

Bunter BilderBericht #3

Hier im Hause Wunderland wurde heute viel geschlafen...
allerdings nicht im eigenen Bett,das war nämlich besetzt.

Unsere Frida hat sich sooo süß unter die Decke gekuschelt,
da brachte ich es einfach nicht über`s Herz sie zu verscheuchen...

Das BabyTöchterchen hat`s nicht gestört.
Denn die schlief schon selig auf dem großen Familiensofa...

Für mich gab es leider keinen Schlaf.
Aber das war nicht schlimm,
denn so konnte ich noch in Ruhe an meinem Blog rumtüffteln.
Ihr werden ja sicherlich den neuen header bemerkt haben?
Bin ja eigentlich eine Retrotrulla...komme nur so selten dazu *lach*
Wünsche euch noch einen schönen MontagAbend,

Line

18. März 2012

Bunter BilderBericht # 2

Unser Sonntag...
In den Tag,ganz früh, mit lecker Kaffee gestartet.
 In Ruhe meine Webbänder aufgetüddelt...

Versucht,die Tulpen hübscher in die Vase zu stopfen.
Klappte aber nicht...

Endlich den neuen alten LederbilderRahmen geputzt.
Hab ihn Mittwoch für 2 Euro im TrödelLaden erstanden:o)
Und diese Bettwäsche erstand ich dort für nen Fünfer.
Die wurde auch erst mal verstaut.Mal schauen was ich damit anstelle...


Mit meinem Liebsten den Baldachin über`n Laufstall aufgehängt.
Nun sieht es gemütlicher aus...
Der Schildkröte scheints zu gefallen, sehr ihr sie? 

Zum Schluss mit Tochterkind gekuschelt...
Später kommen noch die Großeltern.
Na die werden staunen, 
wie groß Marlene in der Zwischenzeit geworden ist!

Noch mehr 7 Sachen gibt es bei Frau Liebe


17. März 2012

Fortsetzung Teil 3 "Und so schloss sich der Kreis" (Pflegemutter werden-Pflegemutter sein)

Es ist nicht immer so, wie manche  Medien es gerne vermitteln, 
um eine quotenträchtige Schlagzeile für den Tag zu haben. 
Das Jugendamt „pflückt“ Kinder nicht einfach wie Blumen aus Familien 
um sich in Kinderheimen einen bunten Strauß zusammen zu stellen.
Ich kann zwar nur von den Fällen berichten, in die ich selbst involviert war, 
aber es war jedes Mal ein langer, intensiver Weg, bis tatsächlich fest stand,
dass das Kind nicht mehr in der Familie verbleiben kann. 
Zuvor wurden immer sämtliche, den Behörden mögliche, 
Hilfsangebote in die Wege geleitet um den Eltern zu helfen, 
besser für ihr Kind sorgen zu können.  
(Vielleicht gibt es da Ausnahmen  oder Fälle, wo Sachverhalte nicht ausreichend geklärt waren, 
doch ich berichte hier ausschließlich von meinen persönlichen Erfahrungen 
und möchte niemanden zu nahe treten.)

Damals, ich hatte grade ein Gespräch mit einer Bereitschaftspflegemutter, 
spürte ich in mir wieder diese Unzufriedenheit, 
wie sie mir schon damals begegnete, als ich noch im Kindergarten arbeitete. 
Das war auch der Moment, in dem der Wunsch von damals, 
ein Pflegekind aufzunehmen, wieder intensiver in meine Gedanken schlich. 
Er wuchs immer weiter in mir heran. Ich fühlte mich hin und her gerissen.

Also tat ich das, was mein Vater  mir mal riet.
Er sagte: „Line, steig auf eine Leiter“. Was er damit meinte war, 
dass ich die Perspektive wechseln sollte. 
Die Geschehnisse von einem anderen Blickwinkel aus betrachten…
Also betrachtete ich die Situationen der Eltern, welche ich damals betreute, 
als würden sie auf einem Weg entlanggehen…

Zunächst war ihr Weg, den sie ja gemeinsam mit ihren Kindern beschritten, 
sehr steinig und verschlungen. Er bot niemanden Sicherheit, 
ständig  gerieten sie ins Stolpern, blieben in großen Schlaglöchern hängen, 
kamen nicht weiter.
Dann kamen die Helfer dazu. 
Sozialarbeiter, Ärzte, Therapeuten, Familienhilfen, Erzieherinnen usw.
Sie alle kamen nach und nach hinzu und unterstützen die Familie. 
Man ging ein Stück gemeinsam, ebnete den Weg. 
Oder man stand am Rand und ermutigte sie selbständig ihren Weg zu gehen,
Stolpersteine aus eigener Kraft zu überwinden.
Manchmal ging es gut und ihr (Lebens)Weg wurde grader und sicherer, 
manchmal aber konnten die Wegbegleiter nichts ausrichten
und der Weg begann sich zu teilen.
Die Eltern blieben auf ihrem unsicheren, steigen Untergrund, 
die Kinder wurden hingegen auf einen sichereren Pfad geführt.

Ja, so stellte ich es mir damals vor…so albern sich das jetzt auch lesen mag.
Doch eines wurde mir bei der Betrachtung bewusst.
Ich war einer dieser Wegbegleiter. Doch blickte ich noch genauer hin,
empfand ich mich viel mehr als eine Randfigur für die Kinder. 
Ich war die Line,die sie für eine gewisse Zeit begleite, 
doch je weiter sie ihren Weg gingen, desto mehr verschwand ich hinter ihnen.
Immer noch stehend am Wegesrand.
Ich befand mich immer kurz vor dem Scheideweg der Kinder.
Lief alles gut, konnte ich ihnen gemeinsam mit  ihren Eltern zufrieden hinterher winken.
Lief es jedoch so, dass sich die Wege trennten, 
blickte ich den Kindern mit gemischten Gefühlen hinterher. 
Wie lange würden sie wohl bei der Bereitschaftspflegefamilie bleiben müssen, 
bis sie endlich  ihr neues zu Hause bei einer Dauerpflegefamilie finden? 
(Es gibt nämlich leider viel zu wenig Pflegeeltern.)
Wird alles gut gehen? 
Werden sie wieder Vertrauen fassen können und sich geliebt und sicher fühlen?

So stieg ich wieder hinab von der besagten Leiter und wusste, 
dass ich nicht nur eine Erzieherin am Wegesrand der Kinder bleiben wollte. 
Ich wollte die Line sein, die sich auch auf „den Weg“ macht.
Nicht mehr „nur“ hinterher winken, sondern den Weg gemeinsam mit einem Kind beschreiten, dass seinen neuen Platz im Leben noch finden muss.
Ich beschloss meinen Gedanken von damals in die Tat umzusetzen…
und so schloss sich der Kreis.


...vom Pflegetochterkind für ihre Mama...




So gehts weiter: Teil 4 *klick*

14. März 2012

Fortsetzung Teil 3: Wie der Kreis sich schließt.


Ich wechselte den Arbeitsplatz und war nun näher „am Geschehen“ dran.
Zunächst arbeitete ich in einer Tagesgruppe für Vorschulkinder, 
dann wechselte ich in eine sonderpädagogische Intensivgruppe.

Zunächst bereitete es mir große Freude endlich mehr tun zu dürfen und 
gemeinsam mit den Eltern zu arbeiten. 
Wir vermittelten in unterschiedlichsten Projekten Dinge wie gesunde Ernährung,
Verhalten in Krisensituationen, die Einführung von Ritualen im Alltag 
oder die Gestaltung des Alltags mit einem Kind. 
Wie beschäftigt man sich mit seinem Kind, warum sollte man viel mit ihm reden,
ihm regelmäßig, verlässlich zu essen geben, es nicht lange, 
allein in seinem Bettchen schreien lassen,es nicht allein in der Wohnung lassen usw.
Es ging um grundlegende Dinge, die für viele Eltern „selbstverständlich“ sind,
für andere Eltern sind diese alltäglichen Dinge jedoch nicht so selbstverständlich.
Vielleicht weil sie zu sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind, 
vielleicht weil sie krank sind. (Psychisch z.B.) 
Vielleicht fällt es ihnen aber auch schwer, weil sie selber in ihrer Kindheit 
kein Gefühl von Bindung und Vertrauen oder Verlässlichkeit erfahren/ aufbauen konnten.

Jedenfalls kamen bei mir damals noch zwei Aufträge als flexible Familienhilfe 
zu der Tagesgruppenarbeit hinzu, und ich dachte schon, 
dass ich beruflich endlich dort angekommen wäre, wo ich immer hin wollte….

Doch das änderte sich Stück für Stück. 
Ich erfuhr mit der Zeit wie es ist, wenn die Eltern trotz unserer Hilfe 
weiterhin überfordert waren oder ihre Mitwirkung gar verweigerten. 
Ich erlebte in einigen Fällen wie sämtliche,  unterstützende Versuche des Jugendamtes 
scheiterten und es den Kindern weiterhin an wichtigen Dingen mangelte.
Musste gemeinsam mit meinen Kolleginnen Kinder behutsam darauf vorbereiten, 
dass sie ein neues zu Hause bekommen, in dem es ihnen besser gehen wird, 
aber dass Mama und Papa sie trotzdem sehr doll lieben...


Fortsetzung *klick*

13. März 2012

Teil 3: Wie der Kreis sich schließt (Pflegemutter werden- Pflegemutter sein)


Viele Jahre sind nach meinem Entschluss damals vergangen. 
Ich wurde früh Mutter,gründete selber eine Familie 
und war sehr mit meinem Leben beschäftigt.
Als ich dann meine Ausbildung zur Erzieherin startete, 
begann sich der Kreis langsam zu schließen.
Ich war quasi noch ein „Frischling“ in meinem Beruf und arbeitete als Erzieherin
in einem Kindergarten im sozialen Brennpunkt.
Einige denken vielleicht, dass ich dort den ganzen Tag mit basteln, singen,
malen und wickeln beschäftigt war,aber so sieht die Realität nicht aus.
Jedes Kind hat seinen eigenen Bedarf um sich weiterzuentwickeln. 
Die einen Kinder bekommen zu Hause das ganze „Paket“ an Förderung,
Liebe und Aufmerksamkeit.
Das sind jene Kinder, um die man sich als Erzieherin am wenigsten Sorgen machen muss.
Es gibt aber auch die Kinder, denen es zu Hause vermutlich nicht so gut geht.
Sie bekommen vielleicht kein anständiges Frühstück mit oder haben ständig 
auffällig, übermäßigen Hunger,laufen ungepflegt und dreckig herum,
werden nicht regelmäßig gebadet oder sind z.B. sehr stark zuwendungsbedürftig.
Die Bedürfnisse, welche innerhalb einer Kindergartengruppe aufeinander treffen,
können unterschiedlicher nicht sein und man bemüht sich als Erzieherin
jeden Tag aufs Neue jedem Kind das zu geben was es braucht.
In meinem Fall ließen mich besonders die Kinder nicht los,
bei denen man, vorsichtig gesagt, erahnen konnte, dass da zu Hause 
etwas nicht so lief, wie es eigentlich laufen sollte.

Ich hatte den Wunsch zu helfen, 
doch meine Arbeit endete immer in dem Augenblick, in dem die Kinder abgeholt wurden. 
Es war nicht möglich näher an die Eltern heranzukommen, 
schon gar nicht wenn man noch Berufsanfängerin ist. 
Man ist schließlich „nur“ eine junge unerfahrene Erzieherin
die in manchen Fällen „bloß“ zur Übertreibung neigt.
Mein Aufgabenbereich bezog sich nun mal auf den Kindergarten, 
das hatte ich zu akzeptieren.
Aber das ließ mich mit der Zeit sehr unzufrieden werden…


Fortsetzung...*klick*

8. März 2012

Teil 2: Alles begann mit einem Versprechen...


Vor vielen Jahren, ich war grade mit meiner Pubertät am kämpfen,
gab meine Mutter ihrer besten Freundin am Sterbebett ein Versprechen. 
Ein Versprechen, dass unser aller Leben veränderte. 
Denn es führte dazu, dass ich plötzlich eine Pflegeschwester hatte...

Ich verstand mich schon immer gut mit C. Schließlich waren unsere Familien 
bereits länger miteinander befreundet. Wir waren ein unschlagbares Team,
verstanden uns blind.
Es war einfach schön, sie als "neue" Schwester zu haben.
Doch je älter C. wurde, desto deutlicher wurde auch, 
dass es in ihr Probleme gab, mit denen meine Eltern 
und sie einfach überfordert waren.
Es gab viel Streit und sie wurde mit der Zeit immer verhaltensauffälliger.
Damals erkannte ich das natürlich nicht so klar, 
war ja selber noch mitten in meiner Entwicklung.
Nach langem hin und her entschied sich C. jedenfalls gemeinsam mit dem 
Jugendamt dazu, 
unsere Familie zu verlassen und zunächst ins Kinderheim zu ziehen, 
danach in eine betreute Wohngruppe.
Heute haben wir leider keinen Kontakt mehr…
...obwohl ich sehr oft an sie denken muss und ich sie immer wieder vermisse.

Doch damals, als ich mit ihr nicht nur mein Zimmer teilte, 
sondern auch alle Geheimnisse und Träume,da wusste ich bereits ganz genau,
dass ich später,wenn ich mal erwachsen bin, eine Pflegemama werden möchte…

Zum 3. Teil gehts hier lang  ➜ *klick*

7. März 2012

Pflegemutter werden, Pflegemutter sein...


Teil 1:  

Genau um diese Zeit vor zwei Jahren saß ich gemeinsam mit meinem Mann beim Jugendamt 
und führte lange Gespräche darüber, wie ein Leben mit Pflegekind aussehen könnte. 
Besonders dann, wenn das  Kind verhaltensauffällig ist, 
weil seine Vergangenheit einfach zu belastend war.
Doch es war ein langer Weg, gepflastert mit vielen Erlebnissen und Erkenntnissen,
der uns überhaupt zu diesen Vorbereitungsgesprächen in das Jugendamt führte.

Ich möchte euch nun gerne mit auf die Reise nehmen. 
Möchte berichten wie der Wunsch,Pflegemutter zu werden, langsam in mir heranwuchs 
und welche Erlebnisse mich schließlich überzeugten diesen Schritt zu wagen. 
Denn eines ist sicher – Pflegemama wird man nicht einfach so.
Vielleicht bewirkt meine Geschichte ja, dass Vorurteile abgebaut werden, 
vielleicht motiviert sie euch aber auch, selber darüber nachzudenken ein Pflegekind aufzunehmen,
diesen Schritt zu wagen...

In den nächsten Tagen, Wochen werde ich euch hier im Wunderlandblog 
Stück für Stück von unserem Weg berichten…


Zum 2. Teil gehts hier lang  ➜*klick*

5. März 2012

Bunter BilderBericht #1

Während unser Marlenchen schlief...


...waren wir damit beschäftigt unsere
neusten Errungenschaften vom Schweden im Wohnungsflur aufzubauen.
Ich habe da nämlich so ein "Bücherproblem" *Grins*

Das Einräumen und Entstauben hat ganz schön viel Zeit verschlungen.
Schneller gind es da bei der Kommode...


Und nun haben wir eine herrlich große und freie Ecke 
im Schlafzimmer,wo bald das größere Kinderbettchen 
von Marlene seinen Platz finden wird.
Ihr mini Stillbettchen,was momentan noch neben dem Ehebett steht,
 wird nämlich langsam zu klein. (!!!)
Himmel,sie wächst und wächst und wächst.
Ihre Kleidung in Größe 56 habe ich gestern auch schon aussortiert.

Tja,so schnell vergeht ein Familiensonntag...
nix mit faulenzen ;o)

4. März 2012

Wunderland stöbert bei Spielzeugwunder...

Da dieses Jahr die Taufe von Marlene ansteht,
wurde ich natürlich schon öfter gefragt,was man der Kleinen schenken könnte.
Da kam mir die Aktion von Spielzeugwunder ganz gelegen.
Jeder Blog kann teilnehmen...man packt einfach sein Nestchen mit 3 Dingen voll und zeigt diese auf seinem Blog.  
Zum Dank für die Verlinkung bekommt ein lieber Mensch eurer Wahl eine Osterüberraschung.
Ich brauchte gar nicht lange stöbern,sofort fand ich unzählige Dinge,
die als Taufgeschenke für unser Marlenchen in Frage kommen würden.

3 davon zeige ich euch jetzt mal:

Holzspielzeug auf spielzeugwunder.de
HABA 3560 KLEINKIND...
myToys.de
29,99*€
                                 37,50
Holzspielzeug auf spielzeugwunder.de
Babygreifling H...
Neckermann
7,89*€
Kinderbetten-Spielzeug auf spielzeugwunder.de
Djou-Djou Spieluhr...
tausendkind
44,00*€
myToys.deSpielregelnTeilnehmerbedingungenOsteraktion

2. März 2012

Ich bastel mir nen heißen....

Das Jahr 2012 hat es für Familie Wunderland in sich.
Großes Tochterkind feiert Kofirmation
Pflegetochterkind feiert Kommunion
Mini Tochterkind feiert Taufe
!!!!

Ist das zu fassen?
Räumlichkeiten und Catering sind schon gebucht.
Bei der Tischdeko bin ich noch auf Ideensuche.

Aktuell bin ich dabei die Einladungskarten zu basteln.
Bei Hema gibt es grade sehr schöne,günstige Bastelsets 
mit Papier-,Stoff- und Pappbögen,Spitzenborten,Stempel usw...
Da habe ich natürlich zugegriffen.

Und so sieht es jetzt derzeit auf dem Esstisch aus...

Wenn ich mit allen Einladungen fertig bin,
mach ich 3 xxx!!!

Nein,ich mache das nicht,weil ich so ein BalstelFan bin,
ich will einfach ein wenig Geld sparen.
Habt ihr ne Ahnung was Einladungskarten sonst kosten?(Ganz schön happige Preise...)
Man will ja auch nicht so langweiliges Zeugs...

Bastel immer mal zwischendurch,
wenn Marlenchen nichts dagegen hat;-)
Mag jemand vorbeikommen und helfen?
Da warten noch Platzkärtchen auf Anfertigung...