Ich wechselte den Arbeitsplatz und war nun näher „am Geschehen“ dran.
Zunächst arbeitete ich in einer Tagesgruppe für Vorschulkinder,
dann wechselte ich in eine sonderpädagogische Intensivgruppe.
Zunächst bereitete es mir große Freude endlich mehr tun zu dürfen und
gemeinsam mit den Eltern zu arbeiten.
Wir vermittelten in unterschiedlichsten Projekten Dinge wie gesunde Ernährung,
Verhalten in Krisensituationen, die Einführung von Ritualen im Alltag
oder die Gestaltung des Alltags mit einem Kind.
Wie beschäftigt man sich mit seinem Kind, warum sollte man viel mit ihm reden,
ihm regelmäßig, verlässlich zu essen geben, es nicht lange,
allein in seinem Bettchen schreien lassen,es nicht allein in der Wohnung lassen usw.
Es ging um grundlegende Dinge, die für viele Eltern „selbstverständlich“ sind,
für andere Eltern sind diese alltäglichen Dinge jedoch nicht so selbstverständlich.
Vielleicht weil sie zu sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind,
vielleicht weil sie krank sind. (Psychisch z.B.)
Vielleicht fällt es ihnen aber auch schwer, weil sie selber in ihrer Kindheit
kein Gefühl von Bindung und Vertrauen oder Verlässlichkeit erfahren/ aufbauen konnten.
Vielleicht fällt es ihnen aber auch schwer, weil sie selber in ihrer Kindheit
kein Gefühl von Bindung und Vertrauen oder Verlässlichkeit erfahren/ aufbauen konnten.
Jedenfalls kamen bei mir damals noch zwei Aufträge als flexible Familienhilfe
zu der Tagesgruppenarbeit hinzu, und ich dachte schon,
dass ich beruflich endlich dort angekommen wäre, wo ich immer hin wollte….
Doch das änderte sich Stück für Stück.
Ich erfuhr mit der Zeit wie es ist, wenn die Eltern trotz unserer Hilfe
weiterhin überfordert waren oder ihre Mitwirkung gar verweigerten.
Ich erlebte in einigen Fällen wie sämtliche, unterstützende Versuche des Jugendamtes
scheiterten und es den Kindern weiterhin an wichtigen Dingen mangelte.
weiterhin überfordert waren oder ihre Mitwirkung gar verweigerten.
Ich erlebte in einigen Fällen wie sämtliche, unterstützende Versuche des Jugendamtes
scheiterten und es den Kindern weiterhin an wichtigen Dingen mangelte.
Musste gemeinsam mit meinen Kolleginnen Kinder behutsam darauf vorbereiten,
dass sie ein neues zu Hause bekommen, in dem es ihnen besser gehen wird,
... puh alles garnicht so einfach und von wegen Privates und berufliches trennen...komm das geht nicht;)
AntwortenLöschengglg Marion
Stimmt.Es ist sehr schwer...
Löschenda stellt sich mir nun eine grundsätzliche frage und zwar lese ich nun das du vom FACH bist. ich habe aber keine erziehrische oder pedagogische ausbildung genossen könnten wir dennoch als pflegefamilie in frage kommen??? das einzige was ich gerade diesbezüglich mache ist die jugendleiter schulung in dem kinder und jugendfreizeitverein in dem ich seit jahren ehrenamtlich tätig bin. wir sind gemeinnützig und werden auch schon mal vom jugendamt unterstützt.
AntwortenLöschenlg und danke das du uns deine geschichte erzählst .
liebe grüße kerstin
Um Pflegeeltern werden zu können braucht man KEINE pädagogische Ausbildung.
LöschenIch bin wegen meiner Ausbildung eine Pflegemutter im Bereich der Sonderpflegestellen/Erziehungsstellen geworden.
D.h.,wir nehmen Kinder auf,die einen "besonderen Bedarf" haben.
Zum Beispiel traumatisierte Kinder,Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten oder einer Behinderung,usw.
Dieser Bereich würde für dich halt nicht in Frage kommen,das ist aber nicht schlimm.
Es können z.B. auch alleinerziehende Mütter/Väter oder unverheiratete Paare Pflegeeltern werden...so starr sind die Vorgaben,meines Wissens nach, nicht.
Ich finde es total klasse,dass du ehrenamtlich tätig bist!
Von dir müsste es noch viiiiel mehr geben!!!
Liebe Grüße,
Line